Mallorcaperlen

Wer schon einmal auf der bekannten Mittelmeerinsel war, der bekommt quasi in jedem Hotel auch Angebote für den Besuch der berühmten Perlenfabrik in Manacor. Dort werden Perlen auch heute noch synthetisch hergestellt, nach einem Verfahren, welches 1897 von einem Aachener Namens Eduard Friedrich Hugo Heusch erfunden wurde. Bei diesem Verfahren wird ein kleinen Glaskern, welcher in einer speziellen Halterung steckt, nach und nach mithilfe einer Gebläseflamme vergrößert. Dazu taucht man die Perle immer wieder in einen Brei aus Fischschuppen und Sand. Dann kommt die kleine Perle wieder in die Flamme und das eben aufgetragene Substart schmilzt auf der kleinen Kugel zu einer dünnen Schicht. Durch Beigabe verschiedener Minerale ist es zudem möglich, die Farbe der Perle zu beeinflussen. Die genaue Zusammensetzung der Mischung ist streng geheim und ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Jedenfalls wird dieser Vorgang bis zu 30x wiederholt, um dann im Ergebnis eine täuschend echt wirkende Perle zu erhalten. Von allen sysnthetisch hergestellten Perlen sind jedenfalls die mallorcinischen Perlen qualitativ so gut, dass Laien diese leicht mit echten Zuchtperlen verwechseln können.